Männer 1

Landesliga Staffel 3

Die erste Männermannschaft der VfL Handballer startete am 17. Juni, nach kurzer Erholungspause, mit der Vorbereitung auf die Landesliga Saison 19/20. In der vergangenen Spielzeit konnte die Tecksieben als Aufsteiger mit 27:25 Punkten einen respektablen siebten Platz belegen. Auch in beiden Pokalwettbewerben waren die Blauen erfolgreich unterwegs. Während man im HVW-Pokal erst im Viertelfinale ausschied, konnte im Bezirkspokal das Finale Four erreicht werden. Dort zogen die Blauhemden dann mit einem Sieg über Bezirksligist EK Bernhausen ins Finale ein, wo der frisch gebackene Bezirksligameister und Landesligaaufsteiger TSV Denkendorf wartete. Nach einem umkämpften Spiel musste die Entscheidung im 7-Meter-Werfen getroffen werden. Am Ende war das Glück auf Seiten des TSV, und der VfL verlor das Finale vor eigenem Publikum knapp. Doch all dies ist nun Vergangenheit, denn nun möchten sich Spieler und Trainer voll und ganz auf die neue Saison fokussieren. Dabei gilt es auch an einigen Stellschrauben weiter zu drehen, denn das ein oder andere aus der Vorsaison gilt es zu verbessern.

 

Allen voran im Defensivbereich möchte Trainer Engelbert Eisenbeil wieder einen positiven Schritt nach vorne sehen. Das eigentliche Prunkstück der Kirchheimer in den letzten Jahren war in jüngerer Vergangenheit leider nicht mehr ganz als solches zu erkennen. Doch auch in der Offensive möchte man variabler und mit mehr Tempo zu Werke gehen, um so mit mehr Durchschlagskraft zum Torerfolg zu gelangen. Daran hatte die Mannschaft in der vergangenen Saison vor allem in Auswärtsspielen zu kämpfen. Bei 13 Gastauftritten in fremder Halle gelangen gerade einmal zwei Siege und ein Remis. Möchten Spieler und Trainer in der kommenden Runde die Top Five der Liga angreifen, so muss auf fremdem Platz deutlich bissiger und unangenehmer aufgetreten werden. Dass es in der Endabrechnung nicht zu mehr als Platz sieben reichen sollte, lag auch am Verletzungspech der Akteure in Blau. Nahezu in jeder Partie gab es mindestens einen, oder sogar mehrere Spieler, die nicht am Spielbetrieb teilnehmen konnten. Die Leidtragenden waren hier vorallem Robin Habermeier und Thimo Böck. Während Habermeier erst mit einer vierwöchigen Sperre ausfiel, kam in der Rückrunde noch eine hartnäckige Erkältung dazu, die ihn ebenfalls einige Wochen nicht am Handball teilnehmen ließ. Der zweite Patient war Youngster Thimo Böck. Böck zog sich beim Hinspiel in Reichenbach einen mehrfachen Bruch des Jochbeins zu und fiel damit für die gesamte restliche Saison aus. Deshalb wird in der aktuellen Vorbereitung auch wieder verstärkt die Fitness und Physis im Vordergrund stehen, um so eventuellen Verletzungen vorzubeugen.

 

Insgesamt ist der Mannschaft jetzt schon die Vorfreude auf die neue Spielzeit anzumerken. Jeder einzelne Akteur zieht in den anstrengenden Trainingseinheiten voll mit, wobei es gerade zu Beginn bei hochsommerlichen Temperaturen äußerst schweißtreibend zur Sache ging. Doch schon in den ersten Trainingsspielen ließ die Mannschaft ihr Potential aufblitzen. Während man deutliche Siege gegen die Bezirksligisten HSG Owen/Oberlenningen und HT Uhingen/Holzhausen feierte, überzeugten die Teckstädter auch beim neu Drittligisten des TV Plochingen. Zwar ging das Spiel mit 34:29 an den Favoriten, doch die Leistung machte Vorfreude auf mehr. Auch die Neuzugänge konnten schon gut in das Spiel integriert werden. Auch auf persönlicher Ebene fanden alle schnell und problemlos Anschluss. So bleibt der VfL auch für die kommende Saison in der Breite des Kaders gut aufgestellt. Denn mit Peter Sadowski, Roman Keller und Oli Latzel beendeten gleich drei wichtige Spieler ihre Karrieren. Dem gegenüber stehen mit Benni Sott, Jakob Klein und Dominik Burkhardt aber auch drei Neuzugänge. Der 25 Jährige Benni Sott spielte vor seiner zweijährigen Handballpause beim TSV Wolfschlugen. Dort konnte er gemeinsam mit Robin Habermeier auch schon Oberligaerfahrung sammeln. Mit Burkhardt und Klein kommen zudem zwei weitere Junge Spieler, die erst anfang 20 sind, zum VfL. Während Dominik Burkhardt seine Erfahrungen beim TSV Bartenbach und Jahn Göppingen sammelte, kommt Jakob Klein vom Nachbarn TSV Weilheim nach Kirchheim. Somit konnte auch der Altersdurchschnitt der Mannschaft im Gegensatz zu den letzten Jahren wieder etwas nach unten gesenkt werden.

 

Alles in allem sieht man bei den Teckstädtern positiv in die Zukunft. Die Mannschaft ist auf allen Positionen gut besetzt, und verfügt über einen guten Mix aus Erfahrung und Jugend. Um die angestrebten Ziele für die neue Saison zu erreichen, vertraut die Truppe um Kapitän Robin Habermeier auch wieder dem treuen Kirchheimer Publikum. Trainer und Spieler freuen sich über tatkräftige Unterstützung auf den Rängen und möchten dies auch mit vielen Erfolgen zurückzahlen.