Teilnehmer Nummer drei und damit Erster des zweiten Halbfinales ist das EK Bernhausen. Die Eichenkreuzler sind in diesem Jahr bereits zum dritten Mal in Folge dabei und somit schon fast Stammgast. Zudem war die erste Teilnahme vor zwei Jahren zugleich auch der Türöffner für den Einstieg in die Bezirksliga Esslingen-Teck, da man im Pokal die Konkurrenzfähigkeit für den regulären Spielbetrieb austestete. Übergewechselt aus der verbandseigenen Eichenkreuz-Liga geht Bernhausen nun seit 2017 im normalen Spielbetrieb des Bezirks auf Punktejagd.

 

Dass sie handballerisch konkurrenzfähig ist, musste die Mannschaft dort nicht lange beweisen. Nach der Herbstmeisterschaft im ersten Jahr, beendete man die abgelaufene Saison erneut sehr stark auf Tabellenplatz drei, mit lediglich einer Niederlage mehr zu Tabellenplatz Zwei, welcher normalerweise zur Aufstiegsrelegation berechtigt. Auffälligstes Merkmal im Spiel der Bernhäuser ist klar das System des siebten Feldspielers, bei dem im Angriff der eigene Torhüter gegen einen zusätzlichen Feldspieler getauscht wird, um so Überzahl und Räume für  klarere Torchancen zu schaffen. Als Grund dieser, in der Bezirksliga, absolut außergewöhnlichen Spielweise ist Spielertrainer und Mastermind Martin Alber zu nennen. Im Beruf Lehrer, arbeitet er nebenbei als Assistent DES Handball-Fachmanns, dem ehemaligen Bundesliga- und Schweizer National-Trainer Dr. Rolf Brack. Den Sachverstand und handballerischen Austausch hat er in das Spiel implementiert, was den Bernhäuser Handball zum sicher mit attraktivsten der Bezirksliga macht und noch dazu sehr erfolgreich ist. Resultat dieser Spielweise sind oftmals sehr torreiche Spiele. Alleine in den drei Pokalspielen hatte Bernhausen einen Schnitt von über 38 erzielten Toren pro Spiel. Eben diese drei Spiele brauchte es, um den dritten Final Four-Einzug perfekt machen zu können.

 

Alle Spiele mussten zudem auswärts bestritten und gewonnen werden, genau wie der TSV Owen. Zum Auftakt schlug man den Ligakonkurrenten TV Altbach deutlich mit 38:25. Im Folgenden wurde das TEAM Esslingen zwei mit 37:31 bewzungen, bevor es im Spiel ums Final Four nach Ebersbach ging, wo sich die HSG ebenfalls Hoffnungen machte. Durch eine starke Angriffsleistung ging aber auch dieses Spiel mit 40:33 an die Eichenkreuzler und die damit verbundene Berechtigung der Teilnahme am Final Four 2019 in Kirchheim. Mit eben jenem Gastgeber und Halbfinalgegner VfL Kirchheim kam es bisher zu zwei Aufeinandertreffen, beide in der Premierensaison 2017/18 in der Bezirksliga. Beide Spiele gingen zwar an Kirchheim, jedoch äußerst knapp und sehr umkämpft. Vielleicht ist es ja im dritten Duell an Bernhausen, den Spieß umzudrehen und im dritten Anlauf erstmals ins Finale des Final Four einzuziehen.