Spielbericht

Bild: Der Teckbote, Markus Brändli
Bild: Der Teckbote, Markus Brändli

Die ERSTE - Sieg teuer bezahlt - 21.10.2018

 

Die Handballer des VfL Kirchheim gewinnen das Duell gegen Mitaufsteiger SG Bettringen zu Hause mit 34:30 (21:14). Trotz eines relativ ungefährdeten Sieges, konnte der VfL nicht an die vorangegangenen Leistungen anknüpfen. Zudem verlor man zwei Spieler mit direkter Qualifikation und anschließender Blauer Karte.

 

 

 

Zunächst begannen beide Mannschaften auf Augenhöhe. Die Führung wechselte bis zum 5:4 für die Blauen mehrmals. Dann allerdings setzten sich die Hausherren über 6:4 auf 10:7 nach 16 Minuten erstmals auf drei Treffer ab. In dieser Phase stand die Abwehr sicher, und auch Oli Latzel im Tor konnte sich mit der einen oder anderen Parade auszeichnen. In der Folgezeit schafften es die Teckstädter sich weiter abzusetzen. Über 12:8 durch Peter Sadowski führte man beim 16:10 nach knapp 22 Minuten durch Jonas Hesener bereits komfortabel mit sechs Treffern. Bis zur Pause änderte sich an diesem Ergebnis nichts mehr. Beim 21:14 für den VfL wurden dann die Seiten gewechselt.

 

Vor Wiederanpfiff war man sich beim VfL in der Kabine einig, dass man weiter konzentriert vorgeht, denn die Gäste aus Bettringen sind dafür bekannt bis zum Ende um ihre Chance zu kämpfen. Den besseren Start erwischten jedoch die Gäste. Die ersten beiden Treffer gingen an die SGB. Es dauerte geschlagene siebeneinhalb Minuten ehe Josua Schenk den ersten Treffer für die Blauhemden erzielte. In den folgenden Minuten witterten die Bettringer ihre Chance und kamen Tor für Tor näher heran. Nach 41 Minuten stand es nur noch 24:20, doch die Tecksieben ließ sich davon nicht beeindrucken und spielte jetzt etwas cleverer, sodass die Gäste nie näher als auf vier Treffer herankamen. Doch auffallend war, dass im zweiten Durchgang die Begegnung merklich abflachte. Dies lag jedoch auch an den beiden Unparteiischen, die durch eine unklare Linie viele unnötige Zeitstrafen verteilten, was der Qualität des Spiels nicht zu Gute kam. In einer eigentlich fairen Begegnung kamen beide Mannschaften am Ende auf 19 Zeitstrafen. Dies gipfelte mit einer direkten Roten Karte mit anschließender Blauer Karte gegen Torwart Uwe Hamann. Bei ihm sahen die Schiedsrichter ein grobes Einsteigen beim Torabschluss eines Bettringer Akteurs. In einer nun überschaubaren Partie legte der VfL in der 50. Spielminute beim 30:24 wieder auf sechs Treffer vor. Doch die Gäste aus dem Stauferland gaben sich weiterhin nicht geschlagen und verkürzten beim  30:26 erneut auf vier Treffer. Doch mehr ließ die Mannschaft um Spielmacher Dominik Merkle nicht mehr zu. Über 34:28 endete die Partie beim 34:30. Doch in der letzten Spielminute gab es einen weiteren Aufreger. Nachdem Robin Habermeier rüde beim Torabschluss gehindert wurde, verstummte jedoch die Pfeife der Unparteiischen. Nach einem kurzen Wortgefecht bekam dann auch Habermeier die direkte Rote Karte mit anschließender Blauer Karte gezeigt.

 

Durch diese Tatsache und mit der Wahrscheinlichkeit, dass nun beide Spieler nun mit längeren Sperren rechnen dürfen, war es im Nachhinein ein teuer bezahlter Sieg des VfL. Dementsprechend war die Freude über den dritten Sieg in Folge recht verhalten. Zudem war man mit der gezeigten Leistung nicht zufrieden, denn wie schon in Ravensburg war man auch dieses Mal nicht mit der Abwehrleistung zufrieden. Viel Zeit um diese ereignisreiche Partie zu verdauen bleibt den Spielern nicht, denn schon am Dienstag folgt der nächste Auftritt im HVW-Pokal. Gegner zu Hause ist um 20:30 der Württemberligist des TSV Deizisau. Jm

Bericht der SG Bettringen hier

 

Spielstenogramm:

 

Die ERSTE: Latzel, U. Hamann, Habermeier (11/8), Hesener (2), T. Hamann, Böck (2), Pradler (1), Merkle (5), Mikolaj (1), Schenk (3), Schwarzbauer, Real (4), Sadowski (1), Rudolph (4)

 

 

 

SGB: Schneider, Mayer, Karmann (3), Folter (4), Kohler, Breunig (5), Leibner, Eberle, Weber (1), Krauß (10/2), Rott (5/2), Stelzer (1), Brucker

 

Vorbericht

Die ERSTE - Los geht's: Fünf Spiele binnen 15 Tagen - 19.10.2018

 

Für die Landesligahandballer des VfL Kirchheim steht nach dem 42:32 Erfolg in Ravensburg nun wieder ein Heimspiel auf dem Programm. Am Samstagabend empfängt der aktuelle Tabellenvierte um 19:30 Uhr den Mitaufsteiger SG Bettringen.

Nachdem der VfL zuletzt zwei deutliche Siege gegen die TSG Söflingen 2 (32:22) und den TSB Ravensburg (42:32) einfahren konnte, möchte man zu Hause gegen Bettringen möglichst nachlegen und so einen guten Saisonstart perfekt machen. Die SGB wurde in der abgelaufenen Saison souveräner Meister der Bezirksliga Stauferland. Am Ende stieg man mit 35:5 Punkten vor der SG Hofen/Hüttlingen mit 30:10 Punkten in die Landesliga auf. Dort steht die SG nach fünf Spielen mit 5:5 Punkten auf dem neunten Platz. Nach zwei Siegen gegen Feldkirch und Steinheim, folgten Niederlagen gegen Biberach und Reichenbach. Am vergangenen Wochenende musste die SG Bettringen in heimischer Halle einen Punkt gegen das bis dato punktlose HT Uhingen/Holzhausen abgeben. Am Ende einer sehr harten Partie wurde dieses Unentschieden jedoch als Punktgewinn eingestuft.

 

Für die Blauen ist die SGB kein gänzlich unbekannter Gegner. Aber einer, an den man keine guten Erinnerungen hat: Als die Teckstädter in der Saison 15/16 den zweiten Platz hinter Aufsteiger Hegensberg-Liebersbronn belegte, ging es als Vizemeister und Pokalsieger in die Aufstiegsrelegation zur Landesliga. Gegner in der ersten Runde war die SG Bettringen. Nachdem das Hinspiel zu Hause trotz zwischenzeitlicher Führung von acht Treffern nur knapp mit 25:23 gewonnen wurde, musste man sich im Rückspiel nach turbulentem Spiel mit 25:35 geschlagen geben. Somit war nach der ersten Runde Schluss für den VfL, während die Bettringer auch noch die zweite Runde überstanden und am Ende den Aufstieg feiern konnten. Doch nach nur einem Jahr ging es für die SG wieder zurück in die Bezirksliga, um nur eine Saison später mit dem VfL gemeinsam wieder aufzusteigen. Somit hat die Tecksieben mit den Gästen noch eine Rechnung offen. Zwar hat sich seitdem die Mannschaft der SG Bettringen etwas verändert, doch die Marschroute dürfte jedem Akteur im Kirchheimer Trikot ohnehin bewusst sein. Die Spieler wollen mit einem Heimsieg den vierten Pflichtspielerfolg in Serie einfahren und sich weiterhin in der Spitzengruppe festsetzen.

 

Dass dies jedoch keine einfache Aufgabe werden wird, ist jedem Einzelnen beim VfL klar. Vor allem gilt es für die Blauhemden, wieder aus einer sicheren Deckung heraus zu agieren, denn auch die Gäste aus dem Stauferland sind bekannt für temporeichen Handball. Kirchheims Spielmacher Dominik Merkle fand bereits in Ravensburg die passenden Worte: “Wenn wir hinten sicher stehen, ergibt sich der Rest von alleine.“ Verzichten muss der VfL jedoch dabei auf Kapitän Roman Keller, der sich unter der Woche mit Ehefrau Judith über den zweiten Nachwuchs freuen konnte, und nun erst einmal die Babyflasche und Windeln statt dem Handball in Händen hält. Auch Kevin Hsu, Neuzugang auf der Torhüterposition, wird die nächsten drei Wochen aufgrund eines Heimaturlaubes fehlen. Doch mit Ausfällen weiß man unter der Teck bestens umzugehen und peilt zwei weitere Punkte fest an.

Das Heimspiel gegen Bettringen ist auch der Startschuss zu fünf Spielen in den nächsten 15 Tagen: Am 23. Oktober empfängt der VfL dann in der 2. Runde des HVW-Pokals den Württembergligisten TSV Deizisau, ehe man am 27.10. bei der TG Biberach gastiert. Es folgen die Partien bei der SG Lauterstein 2 (01.11.) und zu Hause gegen den TV Steinheim am 04.November. Es stehen also zwei spannende und angstrengende Wochen unserer VfL-Handballer bevor.

Die ERSTE: Latzel, U. Hamann (?), Kruschina (?), Pradler, Mikolaj, Sadowski, Real, Schwarzbauer, Hesener, Schenk, Merkle, Böck, Habermeier, Rudolph, T. Hamann